CPU, RAM, SSD und Co. – Komponenten erklärt!

Notebook Ausstattung einfach erklärt

Beim Kauf eines Laptops begegnet man unweigerlich vielen Fachbegriffen. Diese beschreiben die Komponenten eines Rechners und bestimmen damit die Leistungsfähigkeit, den Komfort und letztendlich auch den Preis.

Um in diesem Dschungel den Überblick nicht zu verlieren, klären wir hier die wichtigsten Begriffe verständlich und kompakt.

CPU (Prozessor)

CPU steht für "Central Processing Unit" was mit zentraler Prozessoreinheit übersetzt werden kann. Diese Einheit bildet als Hauptprozessor das Herzstück eines jeden Computers und führt sehr viele Rechenaufgaben sehr schnell aus. Dadurch wird er so heiß, dass er gekühlt werden muss.

Der Prozessor besteht vereinfacht gesagt aus zwei Komponenten: dem Rechenwerk und dem Steuerwerk. Das Rechenwerk führt verschiedenste Operationen im Binärsystem (0 und 1) durch und das Steuerwerk übersetzt die von Ihnen eingegebenen Befehle in das Binärsystem.

Öffnen Sie beispielsweise ein Programm, geben Sie den Befehl im Betriebssystem ein (eventuell durch einen Mausklick). Das Betriebssystem und das Steuerwerk wandeln diesen Befehl in binäre Rechenoperationen um, die der Prozessor ausführt. Das Steuerwerk wandelt das Ergebnis der Berechnung wieder um und gibt es an das Betriebssystem zurück.. Dieses öffnet das Programm.

Was sind Mehrkernprozessoren?

Einen Mehrkernprozessor kann man sich als Gruppe von einzelnen Prozessoren vorstellen. Häufig verbreitet sind hier Zwei-Kern (Dual-Core), Vier-Kern (Quad-Core) aber inzwischen auch Acht-Kern (Octa-Core) Prozessoren. Je mehr Kerne ein Prozessor hat, umso mehr Aufgaben kann er parallel ausführen, er wird damit also leistungsstärker.

Wie wird die Geschwindigkeit gemessen?

Die Leistung eines Prozessors wird in Gigahertz (GHz) angegeben. Ein Gigahertz bedeutet eine Million Rechenoperationen pro Sekunde. Im Binärsystem bedeutet jedoch die Ausführung einer komplizierten Division von großen Zahlen schon mehrere tausend Operationen.
Die Angabe des Megahertz-Wertes bezieht sich bei Mehrkernprozessoren auf die Leistung pro Kern. Bei einem 3 GHz Dual-Core Prozessor, hat also jeder Kern eine Leistung von 3 Ghz.

RAM (Arbeitsspeicher)

Die Abkürzung RAM bedeutet "Random Access Memory" und ist im deutschen besser bekannt als Arbeitsspeicher. Da der Arbeitsspeicher sehr schnell ist, beinhaltet er alle laufenden Prozesse und Programme des Betriebssystem. Auch ihr Browser, mit dem Sie gerade diese Seite betrachten, nutzt für seine Ausführung etwas Arbeitsspeicher.

Jeder Laptop hat mindestens ein Speichermodul, oft sind auch 2 sogenannte Riegel verbaut. Vor allem bei Business Laptop kann der Arbeitsspeicher oft selbst um einen Riegel erweitert werden oder die vorhandenen können durch größere ersetzt werden, um den Arbeitsspeicher zu erhöhen.

Führen Sie sehr viele Programme gleichzeitig aus oder möchten Sie sehr speicherintensive Programme, wie Videobearbeitung oder Computerspiele nutzen dann kann es zu Problemen kommen, falls ihr Laptop über zu wenig Arbeitsspeicher verfügt. Entweder der Rechner reagiert dann sehr langsam oder er ist überhaupt nicht mehr bedienbar. 

Was gibt es für Unterschiede?

Die Module gibt es hauptsächlich mit Kapazitäten von 2, 4, 8 oder 16 Gigabyte (GB). Größere Riegel mit 32 oder 64 GB sind einerseits sehr teuer, werden andererseits auch nicht von allen Notebooks unterstützt.

Ob es nun DDR3 oder DDR4 RAM sein soll, ist von nachrangiger Bedeutung, da sich die Vor- und Nachteile für Privatanwender aufheben. DDR4 RAM ist grundsätzlich schneller, DDR3 RAM hat dafür schnellere Antwortzeiten.

Festplatte

Alle Ihre Programme, Dokumente, Fotos und andere Dateien müssen irgendwo gespeichert werden. Genau dafür gibt es die Festplatte. Festplatten nennt man auch Hard Disk Drive (HDD), da sie aus rotierenden, magnetischen Scheiben besteht, auf deren Oberfläche die Daten gespeichert werden. Seit einigen Jahren setzen sich auch im Privatanwender-Bereich sogenannte Solid State Disks (SSD) durch, die weiter unten getrennt betrachtet werden.

Die Größe einer Festplatte misst man in Gigabyte (GB) oder in Terabyte (TB, 1 TB = 1000 GB). Viele Spiele oder sehr umfangreiche Programme nutzen gleich mehrere GB Festplattenspeicher. 

HDD

Schreiben Sie Informationen auf eine herkömmliche Festplatte, so wird die Oberfläche der Scheiben berührungslos magnetisiert. Diese Magnetisierungen können dann durch einen Sensor wieder ausgelesen und in Daten umgerechnet werden. Durch die mechanischen Bauteile einer HDD ist diese anfälliger gegen Stöße, bietet langsamere Zugriffszeiten und die rotierenden Scheiben sind hörbar. Größter Vorteil ist hier der günstige Preis.

SSD

SSDs kommen ohne mechanische Bauteile aus und speichern Ihre Daten elektronisch. Dadurch sind sie deutlich weniger anfällig gegen Erschütterungen und auch nicht hörbar. Zudem sind die Zugriffszeiten bis zu 5 mal schneller als bei HDDs. Waren SSDs noch bis vor nicht allzu langer Zeit sehr teuer, sind sie inzwischen auch für den breiten Markt erschwinglich, jedoch immer noch teurer als HDDs.

GPU (Grafikprozessor)

Der Grafikprozessor (GPU = Graphics Processing Unit) berechnet die angezeigten Pixel auf dem Display oder auf einem angeschlossenen Beamer/Monitor. Bei einer Auflösung von 1920 * 1080 = 2.073.600 Pixeln (Full HD) und einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz (60 Bilder pro Sekunde), bedeutet dass die Berechnung von 124.416.000 Pixeln pro Sekunde.

Onboard oder nicht?

Moderne Prozessoren haben eine integrierte GPU, sodass viele Notebooks keinen dedizierten Grafikchip brauchen. Für Alltagsanwendungen reicht diese zwar aus, der integrierte Chip ist aber weniger leistungsfähig als ein zusätzlicher, auf Grafik spezialisierter Chip.

Gerade bei grafisch anspruchsvollen Spielen kommt ein Onboard Grafikchip an seine Grenzen. Viele Gaming Laptops nutzen daher eine zusätzliche GPU.

Bildschirm

Bei der Auswahl des Laptops spielt auch der Bildschirm eine sehr wichtige Rolle. Er muss alle Inhalte möglichst gut lesbar und erkennbar darstellen. Und dies unter vielen Bedingungen. Die Größe des Bildschirms in Zoll (bspw. 15,6 Zoll) hat natürlich direkten Einfluss auf die Laptopgröße und umgekehrt.

Die gängigsten Auflösungen

Viele Laptops haben inzwischen eine Full HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Daneben sind noch WXGA Auflösungen verbreitet (1366 x 768 und 1200 x 800). Nur wenige Notebooks bieten eine höhere Auflösung. Neben der Auflösung spielt auch die Displaygröße eine entscheidende Rolle. Eine Full HD Auflösung auf 17,3" (127 ppi, pixels per inch) Bildschirm ist gut lesbar, die gleiche Auflösung auf einem 13" (169 ppi) Gerät, kann schon sehr schwer lesbar sein. Die gleiche Anzahl Pixel sind auf einer kleineren Fläche untergebracht, und damit sind die Pixel kleiner.

Trotzdem empfinden die meisten Anwender eine höhere Pixeldichte als angenehmer, da das Bild schärfer wirkt.

Matt oder Glänzend?

Kurz gesagt: Matte Displays spiegeln weniger, glänzende stellen Farben besser dar. Wollen Sie ihr Laptop auch oft im Freien oder am Fenster nutzen, kann ein mattes Display von Vorteil sein. Durch die angeraute Oberfläche wird einfallendes Licht in alle Richtungen zerstreut und es treten daher kaum Spiegelungen und Glanzeffekte auf.

Glänzende Displays haben keine raue Beschichtung, daher wirken Farben natürlicher und kräftiger, man muss allerdings mit Spiegelungen leben.

Laufwerke

Es gibt immer weniger Notebooks mit DVD Laufwerk. Das Warum ist hier schnell erklärt: Zum Einen werden die Laptopgehäuse immer kompakter, die fast überall hohe Bandbreite (WLAN, LTE, ...) und günstiger Speicher (USB Sticks, Speicherkarten, ...) mit großem Fassungsvermögen verdrängen die DVD mehr und mehr.

Anschlüsse

USB

Ohne USB geht heutzutage fast nichts mehr. Hier gilt es vor allem auf USB3.0 mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit zu achten.

Allerdings setzt sich immer mehr der USB Typ C durch. Und das hat gute Gründe. USB-C ist kompakter, kann beidseitig eingesteckt werden, hat noch höhere Übertragungsraten und ist universell einsetzbar. Sowohl die Nutzung eines externen Geräts (bspw. eine Maus) als auch der Anschluss eines Monitors ist per USB Typ C möglich.

HDMI, Display Port, DVI, VGA

An diese Anschlüsse können Sie Monitore, Beamer oder Ihren TV anschließen. Wollen sie speziell letzteres tun, ist HDMI Pflicht und bei den meisten Laptops auch Standard, da inzwischen die meisten Beamer und Monitore ebenfalls per HDMI nutzbar sind. Zudem ist sehr oft ein Display Port, bzw, ein Mini-Display-Port verbaut, welcher wahrscheinlich nach und nach durch USB-C abgelöst werden wird.

DVI und VGA sterben langsam aber sicher aus. Aber keine Sorgen - Sie können vorhandenes Zubehör weiter nutzen. Adapter von Display-Port oder HDMI auf DVI oder VGA sind für wenig Geld zu haben.

LAN

Diesen Anschluss brauchen Sie für ein kabelgebundes Netzwerk (Locale Area Network). Er ist heute noch in fast allen Laptops zu finden. Durch die immer größere Verbreitung von WLAN Netzen wird dieser Anschluss auf lange Sicht bestimmt aussterben.